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Bluegrass im Oldenburgischen Staatstheater stürmisch gefeiert Auch das vierte Konzert der Reihe „Bluegrass im Staatstheater“ kann nun als großer Erfolg abgehakt werden. Pünktlich um 19.30 Uhr begrüsste Klaus Grotelüschen, der musikalische Leiter und Moderator des Konzerts, das Publikum im sehr gut besetzten Staatstheater, erbaut im Jahre 1891 als Großherzogliches Hoftheater im neu-barocken Stil, und man kann sich gut vorstellen, wie beim Anblick dieses Prunkbaus den amerikanische Die 1994 gegründete Band der Gibson Brothers widmete sich in den 90er Jahren zunächst ausschliesslich dem klassischen Bluegrass-Stil, doch nach dem Wechsel zu Sugar Hill Records im Jahre 2003 entdeckten sie auch ihre Neigung zur „Acoustic Country Music“ und erweiterten damit ihr musikalisches Spektrum. Nicht zuletzt diese Vielseitigkeit und Variationsmöglichkeit begeisterte auch in Oldenburg das Publikum. Etwa zwei Drittel der präsentierten Musik war astreine Bluegrass Music, Das gebotene Songmaterial stammte mehrheitlich aus den Eigenkompositionen der Gibsons, gemischt mit Traditionals und Songs aus der Feder von Tom T. Hall. Besonders beeindruckend die Titel „Ring The Bell“, „Satan’s Jeweled Crown“, „That Bluegrass Music“ oder „Don’t Forget The Coffee, Billy Joe“. Nicht zu vergessen eine vielbejubelte Version von Jimmie Rodgers’ „Blue Yodel No.4“.
Interessantes am Rande des Konzerts: Die KGS Schule in Rastede bei Oldenburg pflegt eine Patenschaft mit der Highschool in Plattsburgh/ New York. Und genau zu diesem Konzert der Gibson Brothers, die ja auch aus dem Bundesstaat New York stammen, hatte man eine komplette Schulklasse aus Plattsburgh eingeladen. Die Begeisterung auf allen Seiten war natürlich riesig. Bei der Ankunft der Band auf dem Flughafen München, gab’s übrigens beim Umsteigen in Richtung Bremen noch ein Missgeschick, das aber von allen Beteiligten mit Humor verkraftet wurde. Mike Barber, der Bassist, fiel bei der Sicherheitskontrolle auf und musste seine großen Schnürstiefel ausziehen, wobei man feststellte, dass die Stahlkappen den Alarm ausgelöst hatten. Bis alles geklärt war, hatte das Flugzeug mit dem Rest der Band bereits in Richtung Bremen abgehoben. Der arme Mike vereinigte sich dann erst Stunden später wieder in Oldenburg mit seinen Kameraden. Gut, dass das Theater nach Ende des Konzerts nicht sofort geschlossen wurde, sondern noch etwa eine Stunde geöffnet blieb. Damit hatten die Besucher noch Zeit für ein Bier oder ein Glas Sekt, um mit den Künstlern in aller Ruhe zu plaudern und Autogramme zu sammeln. Bilanz: Alle waren am Ende zufrieden. Markus Müller, der Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters war begeistert und versprach, die Bluegrass-Konzertreihe fortzusetzen, Klaus Grotelüschen muss sich fürs kommende Jahr wieder um eine Top Band bemühen müssen und die Gibson Brothers waren sich sicher, bald wieder nach Deutschland zu kommen.
Walter Fuchs Fotos:Herbert Fiebig 1. Das Oldenburgische Staatstheater mit Blick von der Bühne. 2. Die Gibson Brothers mit ihrer Band in Aktion 3. Eric und Leigh Gibson auf der Bühne 4. Eric Gibson mit den Besuchern nach dem Konzert 5. Joe Walsh und Leigh Gibson mit Fans
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